In Nepal passieren täglich schwerste Verbrennungsunfälle, besonders in der kalten Jahreszeit. Wir können gemeinsam Hoffnungen und Wünsche für das neue Jahr unterstützen und eine kleine Hilfe spenden!
Das Kirtipur Hospital, in dem ich als Medizinstudentin ein Praktikum mache, umfasst mehrere Fachbereiche, auch eines der größten Verbrennungszentren Nepals. Seit der Eröffnung wurden mehr als 3500 Patient*Innen behandelt, derzeit kommen ca. 600 Verbrennungsopfer pro Jahr, Tendenz steigend. Gründe sind Verbrennungen durch Kerosinkochherde, Feuer, kochendes Wasser oder sogar Gasexplosionen. Alles kann schwerste und lebensbedrohliche Verletzungen verursachen, von oberflächlichen Hautschäden bis zu leider meist tödlich verlaufenden Multiorganversagen. Liegt eine Beteiligung der Atemwege vor, hervorgerufen durch Einatmen von Ruß, entstehen Inhalationstraumen. Patient*Innen mit solchen Traumen haben im spezialisierten Verbrennungszentrum von Kirtipur aktuell eine Überlebenschance von schockierenden 20%. Pro Jahr werden 50-60 Brandopfer mit Inhalationstraumen im Kirtipur Hospital aufgenommen. Hochgerechnet verstirbt also ein*e Patient*In pro Woche daran.
Die generelle Mortalitätsrate von Patient*Innen auf der Brand-Intensivstation liegt aktuell bei 22%. Durch den unermüdlichen Einsatz des motivierten und spezialisierten Teams können 4 von 5 Patient*Innen mit Brandverletzungen die Station wieder verlassen und zu ihren Familien zurückkehren. Teilweise weisen sie aber dauerhaft schwerste Folgeschäden auf und haben dadurch eine deutlich reduzierte Lebensqualität.
Das Kirtipur Hospital gehört zu wenigen Krankenhäusern in Nepal, die spezialisierte Behandlungen für Brandopfer anbieten. Die Ausstattung der Station ist aber noch deutlich verbesserungsfähig. Sinnvoll wäre die Erneuerung und Verbesserung der bestehenden Verbrennungs-Intensivstation und des angegliederten OP-Bereichs. Der amerikanische Lion’s Club hat seine Unterstützung zugesagt, jedoch fehlen dem Kirtipur Hospital 35.000USD (ca. 30.255 Euro). Unterstützung von der nepalesischen Regierung ist nicht zu erwarten. Das Geld in Nepal über Spendengelder zu sammeln ist unrealistisch.
Deswegen ist unsere Hilfe gefragt – eine Spendensumme in Höhe von 15.000€ würde einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer Verwirklichung der Pläne darstellen.
Menschen auf der ganzen Welt haben Hoffnungen und Wünsche für das neue Jahr 2022. Hier in Kirtipur wird der Traum von großer Hilfe und verbesserten Standards verfolgt.
Ich wünsche mir, dass es bald möglich sein wird, schwere Brandschicksale zu reduzieren und zu vermeiden. Ich wünsche den Patient*Innen, dass sie eine adäquate Behandlung ihrer schweren Verletzungen bekommen, und dass sowohl die Chance für ein Überleben als auch die Lebensqualität danach steigen wird. Ich wünsche dem Team des Burn-Centers, dass all die Motivation in Erfolg enden wird und der Traum einer verbesserten Versorgung in Erfüllung geht.
Mit jeder kleinen Spende können wir einen Schritt weiter zur Erfüllung dieses Wunsches gehen!