Wir möchten ab sofort bis Ende des Jahres ca. 360 Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Regionen des Rheinlands die Möglichkeit geben, ZWEITZEUGEN-Bildung in Fußball-Lernorten zu erleben – insbesondere in Köln, Düsseldorf und Leverkusen. Unsere demokratiepädagogische Bildungsarbeit basiert auf den persönlichen Überlebensgeschichten von Zeitzeug*innen des Holocausts. Durch diese Geschichten möchten wir junge Menschen sensibilisieren für damaligen und heutigen Antisemitismus sowie für gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Gleichzeitig möchten wir ihnen die Bedeutung von Demokratie, die Hintergründe der deutschen Geschichte und die Wichtigkeit, selbst für demokratische Werte einzustehen, verdeutlichen. Wir möchten junge Menschen dazu ermutigen, aktiv zu werden, mitzufühlen, hinzuschauen, zu hinterfragen, zu verstehen und ihren Beitrag gegen Antisemitismus zu leisten.
Unser Projekt richtet sich an sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche ab dem 10. Lebensjahr im Rheinland, insbesondere in den Städten Köln, Düsseldorf und Leverkusen. Wir möchten insbesondere diejenigen erreichen, die aufgrund ihrer sozialen Herkunft oder anderer Benachteiligungen bisher wenig Zugang zu politischen und sozialen Bildungsangeboten hatten. Auch Kinder und Jugendliche mit Förderbedarfen oder Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache sollen von unserem Programm profitieren. Wir legen großen Wert auf niedrigschwellige und inklusive Angebote, um möglichst vielen jungen Menschen einen Zugang zu ermöglichen.
Gefördert werden wir mit 16.896,00 € vom LVR. Die Gesamtkosten des Projekts betragen jedoch 19.878,14 €. Unterstütze uns mit Deiner Spende für dieses Projekt! Gerne halten wir dich über alle Entwicklungen auf dem Laufenden. Einen Eigenanteil von 2.250 € bringen wir in Form ehrenamtlichen Engagements ein.
Über unsere Bildungsarbeit
Unser Projekt deckt einen Mangel an niedrigschwelligen und inklusiven Angeboten zur Holocaust-Education ab, der in den betroffenen Regionen bisher besteht. Das schulische Curriculum behandelt das Thema Nationalsozialismus oft erst in höheren Klassen, während es bei uns bereits für Kinder ab zehn Jahren zugänglich ist. Wir bieten einen niedrigschwelligen Zugang, der auf persönlichen Geschichten basiert und dadurch leichter verständlich und greifbar für die Zielgruppe ist. Wir haben bereits erfahren dürfen, wie sehr die Strahlkraft des Fußballs auch diejenigen anspricht, die sonst wenig Interesse an der Thematik haben. Das wollen wir weiterführen!
Zusätzlich haben viele der Kinder und Jugendlichen in sozial benachteiligten Regionen eigene Diskriminierungserfahrungen gemacht und benötigen positive Vorbilder. Die Geschichten der Zeitzeug*innen können ihnen Mut machen und als Vorbild dienen, insbesondere für diejenigen, die selbst von Flucht- und Ausgrenzungserfahrungen betroffen sind.
Danke für Deine Unterstützung!