Für die Bevölkerung Libanons haben die letzten 14 Monate Krieg seit dem 7. Oktober 2023 und besonders die Ausweitung des Kriegs seit Mitte September 2024 gravierende Folgen. Tausende von Wohnhäusern wurden ganz oder teilweise zerstört. Über 4.047 Menschen wurden getötet und über 16.600 verletzt. Rund 20% der Bevölkerung, etwa 1,2 Millionen Menschen, wurden vertrieben und mussten ihr Zuhause verlassen, teilweise sind sie bis heute auf der Flucht.
Auch nach dem Waffenstillstandsabkommen vom 27.11.2024 stehen unzählige Menschen vor dem Nichts. Viele haben ihre Häuser, ihren Besitz, ihre Existenzen verloren. Betroffen sind Menschen aller sozioökonomischen Schichten, Konfessionen und Nationalitäten. Besonders hart traf der Krieg marginalisierte Gruppen wie syrische und palästinensische Geflüchtete, ausländische Arbeitsmigrant*innen, Frauen und queere Menschen.
All das passiert inmitten einer brutalen Wirtschafts-, Finanz- und Staatskrise, die seit 2019 im Land herrscht. Schon vor Kriegsbeginn lebten rund 75% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Es mangelt an allem: Nahrung, sauberes Wasser, Medikamente, Hygieneprodukte, Winterkleidung.
Es gibt kaum staatliche Hilfe, die ankommt. Mit unserer Spendenkampagne möchten wir deshalb genau hier ansetzen und Menschen im Libanon in dieser massiven humanitären Krise unterstützen. Dabei wollen wir insbesondere einen Beitrag leisten für Familien, Verletzte und besonders schutzbedürftige Menschen, die dringend auf Soforthilfe angewiesen sind.
Dafür benötigen wir eure finanzielle Unterstützung – JEDE SPENDE HILFT!
Die Kampagne wird von Transaidency koordiniert und von erfahrenen lokalen Partner*innen im Libanon unterstützt, die die Bedürfnisse der Menschen vor Ort genau kennen. Ein Teil der Spendeneinnahmen ermöglicht unbürokratische Direkthilfe an Familien und Einzelpersonen; ein weiterer Teil unterstützt zwei Grassroots-Organisationen, durch die auch langfristig die libanesische Zivilgesellschaft gestärkt werden soll: Die Organisation Nation Station kocht und verteilt jeden Tag tausende Mahlzeiten in Beirut, während Egna Legna sich dezidiert für die Belange marginalisierter Arbeitsmigrant*innen einsetzt. Beide Organisationen arbeiten seit Kriegsausbruch unermüdlich, können aber nur so lange weitermachen, wie sie genügend Spendengelder zur Verfügung haben.