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Stolpersteine für Opfer der "Polenaktion" 1938 in Berlin

    Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin
    Ein Projekt von Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin in Berlin, Deutschland
    Wir recherchieren die Biographien von Familien in Berlin, die von der "Polenaktion" 1938, der ersten großen Massendeportation aus dem Deutschen Reich, betroffen waren. Für Angehörige dieser Familien wollen wir Stolpersteine verlegen lassen.

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    Über das Projekt

    V. Mickisch von Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin ist für dieses Projekt verantwortlich
    Im Rahmen eines Projekts zur "Polenaktion" 1938 in Berlin recherchieren
    wir Biographien von Familien, die von dieser ersten Massendeportation
    von Jüdinnen und Juden aus dem Deutschen Reich betroffen waren. An dem
    Projekt, das an der Freien Universität Berlin initiiert wude, beteiligen
    sich Studierende verschiedener Berliner Universitäten. Für Angehörige
    dieser Familien möchten wir nun Stolpersteine verlegen lassen.

    Ihre Spenden werden dabei helfen, Stolpersteine für folgende Personen zu
    finanzieren:

    - Abraham, Erna, James und Fred Bachner:
    Die vierköpfige Familie Bachner kam ursprünglich aus Polen, aber die Eltern Abraham (1895-1980) und Erna (1898-1943) siedelten bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Berlin über. Hier bauten sie sich ihr eigenes Herrenkonfektions-Geschäft auf. Ihr erster Sohn James wurde im Jahr 1922 geboren, der jüngere Sohn Fred im Jahr 1925. Im Jahr 1938 flüchteten Abraham und der ältere Sohn James, nachdem sie eine Vorladung ins Polizeipräsidium aufgrund der bevorstehenden "Polenaktion" erhalten hatten, nach Polen, um nicht abgeschoben zu werden. Die Mutter Erna und der jüngere
    Sohn Fred (1925-2008) kamen im Sommer 1939 nach. In Chrzanów in
    Niederschlesien mussten sie im Ghetto leben und Zwangsarbeit leisten.
    Der Vater und die beiden Söhne überlebten mehrere
    Konzentrationslager und emigrierten 1947 in die USA. Die Mutter wurde
    bereits im Februar 1943 mit der Auflösung des Ghettos nach Auschwitz
    deportiert und dort ermordet.

    - Leo, Marie, Lilli und Harold Blitzer:
    Leo (1892-1961) und Marie (1892-1943) stammten beide aus Galizien. In
    Berlin bauten sie sich in den 1920er Jahren ein Geflügelgeschäft in der
    Kastanienallee 89 in Prenzlauer Berg auf. Im Jahr 1922 wurde die Tochter
    Lilli geboren, 1926 folgte der Sohn Harold. Am 28. Oktober 1938 wurde
    Lilli auf der Straße verhaftet und im Rahmen der "Polenaktion" nach
    Polen deportiert. Leo Blitzer verbrachte nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges am
    1. September 1939 vier Monate im KZ Sachsenhausen, bevor er freigelassen
    wurde. Zur gleichen Zeit kehrte Lilli illegal aus Polen zurück. Leo verließ Berlin Ende April 1940. Nach einer Odyssee und mehr als drei Jahre in italienischen Lagern, wurde er befreit und konnte schlussendlich nach Palästina ausreisen, wo er bis zu seinem Tod 1961
    lebte. Harold wurde im Herbst 1943 ins KZ Theresienstadt deportiert. Nach der Befreiung von Theresienstadt im April 1945 wanderte er bald in die USA aus, wo er bis
    heute lebt.Marie und Lilli sind in Berlin zurückgeblieben. Am 3. März 1943
    wurden die beiden Frauen mit dem 33. Osttransport nach Auschwitz
    deportiert, wo sie ermordet wurden.

    Ausführlichere Kurzbiografien dieser Familien finden sich auf dieser Seite unter "Neuigkeiten".

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